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Schnuderl, Heinrich#


* 20. 9. 1943, Graz


Theologe, Priester
Generalvikar der Diözese Graz-Seckau
Diözesanadministrator


Heinrich Schnuderl wurde am 20. September 1943 in Graz als Sohn einer Bäckerfamilie geboren.

Nach der Matura am Akademischen Gymnasium studierte er Theologie und wurde 1967 im Grazer Dom zum Priester geweiht. Nach drei Kaplansjahren im obersteirischen Schladming wurde er 1970 zum Hochschulseelsorger nach Leoben berufen. 1982 wurde er - als Nachfolger des zum Bischof von Gurk-Klagenfurt geweihten Egon Kapellari - Hochschulseelsorger von Graz und leitete als Kurator das Afro-Asiatische Institut in Graz.

Heinrich Schnuderl war in den kirchenintern turbulenten 1990er-Jahren (Konflikte um Kardinal Hans Hermann Groer und Bischof Kurt Krenn) bis 1997 Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion Österreich und war auch maßgeblich an den Vorbereitungen des "Dialogs für Österreich" und des Salzburger Delegiertentags 1998 beteiligt.

Er ist seit 1995 als Domherr Mitglied des Grazer Domkapitels; 1997 übernahm er das Pastoralamt der Diözese und wurde gleichzeitig Pfarrer der Grazer Pfarre St. Christoph in Thondorf. 1999 wechselte er als Stadtpfarrpropst in die Grazer Stadtpfarrkirche. Die Doppelfunktion als Vorsitzender der "Katholischen Stadtkirche Graz" und als Pastoralamtsleiter übte er bis zu seiner Berufung zum Generalvikar 2011 aus. Ebenfalls 2011 erfolgte seine Ernennung zum Kustos des Diözesanmuseums Graz.

Im Jänner 2015 wurde Heinrich Schnuderl vom Domkapitel der Diözese Graz-Seckau zum Diözesanadministrator gewählt – damit übernahm er - bis zur Ernennung des neuen Bischofs Wilhelm Krautwaschl die Aufgaben von Egon Kapellari, dessen Rücktritt im Jänner 2015 von Papst Franzikus angenommen worden war.

Heinrich Schnuderl wird bis zum 31. August 2015 das Amt des Generalvikars weiterführen und mit 1. September zum Bischofsvikar für Gesellschaft, Kultur, Medien und Wissenschaft ernannt werden.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Päpstlicher Ehrenkaplan, 1987
  • Kommandeurskreuz des Verdienstordens der Republik Polen (Komtur), 1996
  • Päpstlicher Ehrenprälat, 2002
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark, 2003

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl