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Skalicky, Peter#

* 25. 4. 1941, Berlin (Deutschland)


Physiker


Peter Skalicky
Peter Skalicky
© Petra Spiola
Peter Skalicky wurde am 25. April 1941 in Berlin geboren und wuchs in Wien auf.


Nach der Matura absolvierte er ein Studium der Technischen Physik an der Technischen Hochschule in Wien, das er 1964 mit der Graduierung zum Diplom-Ingenieur bzw. 1965 mit der Promotion (Dissertation über Röntgen-Topographie von Einkristallen) abschloss.


1967 wurde er Hochschulassistent am Institut für Angewandte Physik und baute ein elektronenmikroskopisches Laboratorium und eine Arbeitsgruppe für Röntgen- und Elektronenbeugung in der Festkörperphysik auf.


Für eine Arbeit über Röntgen-Polarisationsoptik wurde er 1972 mit dem Fritz-Kohlrauschpreis ausgezeichnet.

1973 habilitierte er sich im Fachgebiet Kristallphysik und wurde außerordentlicher Professor für Kristallphysik an der TU Wien.

Nach einer Professur 1975/76 in Paris an der Université Pierre et Marie Curie wurde Peter Skalicky 1979 ordentlicher Professor für Angewandte Physik an der TU Wien und Vorstand des gleichnamigen Instituts.

Er hielt zahllose Vorlesungen über Festkörperphysik, Kristallphysik, Elektronen- und Röntgenbeugung.


Nach einer Gastprofessur in China war er von 1989 bis 1990 Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der TU Wien und wurde 1991 erstmals zum Rektor gewählt – eine Funktion, die er bis 2011 innehatte.

Darüber hinaus war er von 1995 bis 1999 Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz.


Univ.-Prof. Dipl.Ing. Dr. Peter Skalicky tritt für eine hohe Autonomie der Universitäten ein und engagiert sich im Rahmen der "TU Austria" (ein Verein der TU Wien, der TU Graz und der Montanuniversität Leoben) für eine Stärkung der heimischen technischen Wissenschaften und Ingenieurswissenschaften.

Auszeichnungen#

  • 1972: Fritz-Kohlrausch-Preis für Arbeiten über Röntgen-Polarisationsoptik, durchgeführt an der Universität Paris VI
  • 2001: Ehrendoktorat der Technischen Universität Cluij-Napoca (Rumänien)
  • 2002: Professor h. c. der STU Perm (Russland)
  • 2002: Großes Goldenes Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich
  • 2002: Ehrendoktorat der Technischen Hochschule Lemberg
  • 2003: Chevallier de l'Ordre des Palmes Academiques
  • 2004: Verleihung des Ordens „L’Ordre National du Mérite“ durch die französische Botschaft in Wien
  • 2004: Großes Silbernes Ehrenzeichen der Stadt Wien
  • 2007: Ehrendoktorat der Technischen Universität Bratislava

Internationale Aktivitäten:

  • 1977 – 1983: Mitglied des Ad-hoc Komitees der European Science Foundation (ESF) und der Projektgruppe „European Synchrotron Radiation Facility“ (ESRF,Grenoble)
  • 1980 – 1983: Mitglied der Europäischen ESF Projektgruppe zur Ausarbeitung des standortunabhängigen Projektes der Europäischen Synchrotron Strahlungsquelle, mittlerweile in Grenoble errichtet (ESRF).
  • 1993 – 1997: Mitglied des Liaison Committee (Confederation of European Universities) der Europäischen Rektorenkonferenzen
  • 2000 – 2003: Mitglied im Council der EUA (European University Association), als Vertreter der Österreichischen Rektorenkonferenz.
  • 1991 – 1995: Vorsitzender der AUSTRON Studiengruppe (Projekt einer Internationalen Großforschungseinrichtung für eine Neutronen Spallationsquelle)
  • seit 2003 : Mitglied der „Commission Aval“ der École Polytechnique, Paris
  • seit 2003 : Mitglied des Conseil Administratif der École Centrale, Paris
  • 2006/2007: Präsident von T.I.M.E. (Top Industrial Managers for Europe)

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl