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Smolle, Josef#


* 23. 8. 1958, Leibnitz


Univ.-Prof. Dr.
Dermatologie und Venerologie

Josef Smolle
Josef Smolle

Josef Smolle wurde am 23. August 1958 in Leibnitz geboren.

Nach dem Besuch von Volksschule und Neusprachlichem Gymnasium in Leibnitz absolvierte er von 1976 bis 1981 ein Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz. Bereits während des Studiums arbeitete er am Institut für Histologie und Embryologie und am Zytologischen Institut des LKH Graz mit.

1981 legt er die ECFMG-Prüfung ab (Educational Commission for Foreign Medical Graduates) und promovierte zum Dr.med.univ.


Im Rahmen seiner Facharztausbildung an der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie (1981-1987) war er auch Turnusarzt an der Medizinischen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Graz-Eggenberg. 1987 wurde er Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.

Als Oberarzt war Josef Smolle auf der Bettenstation B der Universitätsklinik für Dermatologie bzw. der Klinischen Abteilung für Allgemeine Dermatologie tätig und war der mehrjährige Leiter der Tumor-Vor- und Nachsorgeambulanz, der Lymphomambulanz und der Allgemeinen Ambulanz. Er war zuständig für die Reorganisation der Allgemeinen Ambulanz und der Tumor-Vor- und Nachsorgeambulanz und leitete den Rufkonsiliar-Dienst für pädiatrische Dermatologie. 1988 erfolgte die Habilitation für das Fach Dermatologie und Venerologie mit der Habilitationsschrift: "Mononuclear cell patterns of the skin - an immunohistochemical and morphometrical analysis. Am J Dermatopathol 10: 36 – 46".

1997 wurde Josef Smolle außerordentlicher Universitätsprofessor an der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, 2002 schloss er den Universitätslehrgang Krankenhausleitung an der Donau-Universität Krems ab und wurde 2006 zum Universitätsprofessor für 'Neue Medien in der Medizinischen Wissensvermittlung und -verarbeitung' am Institut Medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation berufen.

Diese auch weit über die Medizin hinausgehende Tätigkeit zeichnet den "Brückenbilder" zwischen Medizin und neuen Medien aus, was auch durch z.B. ein Buch über das Lernen an sich zum Ausdruck kommt.

Josef Smolle absolvierte mehrere Studienaufenthalte im Ausland (New York, München, Kiel etc.), leitete etliche Projekte und kooperierte mit zahlreichen internationalen Instituten. Er organisierte und leitete große (Dermatologen-) Kongresse und ist im Editorial Board internationaler Zeitschriften.

Seine wissenschaftlichen Arbeitsgebiete liegen auf den Gebieten Dermatologie, Dermatoonkologie, Dermatohistologie, Immunhistochemie, Pädiatrische Dermatologie, Tumorbiologie in komplexen Gewebekultursystemen, in der Lehre beschäftigt er sich u.a. mit Curriculumsentwicklung, Digitale nMedien, Analytischer Morphologie, Morphologischen Computersimulationen, Neuen Medien in der medizinischen Lehre, Interaktiven elektronischen Lehr- und Lernmethoden.

Neben seinen zahlreichen universitären Aufgaben, Lehr- und Prüfungstätigkeiten, seinen mehr als 290 Publikationen in deutsch- und englischsprachigen Zeitschriften und Büchern, seinen mehr als 450 Vorträgen im In- und Ausland schrieb er auch noch Lehr- und Sachbücher der Dermatologie und gab Bücher zu E-Learning heraus.

Darüber hinaus hatte und hat Josef Smolle zahlreiche Funktionen und Mitgliedschaften inne - so ist er z.B. seit 2002 Mitglied des Obersten Sanitätsrates der Republik Österreich, seit 2004 Delegierter der Medizinischen Universität im Forum Neue Medien Austria, seit 2008 Mitglied der Österreichischen Universitätenkonferenz, arbeitet in verschiedenen Fachgesellschaften mit und ist Mitglied verschiedener Forschungsgesellschaften.

2006 wurde er zum Leiter der Abteilung "Virtueller Medizinischer Campus" bestellt und 2008 zum Rektor der Medizinischen Universität Graz berufen. In dieser Funktion folgte ihm im Februar 2016 der Onkologe Hellmut Samonigg nach.

Josef Smolle ist seit 1988 mit Univ.-Prof. Dr. Freyja-Maria Smolle-Jüttner verheiratet, sie haben 4 Kinder.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Vortragspreis der International Society of Dermatopathology, 1985
  • Forschungspreis der Wissenschaftlichen Gesellschaft der Ärzte in der Steiermark, 1986
  • Hoechst-Preis der Medizinischen Fakultät Graz, 1990
  • Hoechst-Preis der Medizinischen Fakultät Innsbruck, 1991
  • AESCA-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie, 1992
  • Hebra-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie, 1993
  • Vortragspreis der Fortbildungswoche der Österreichischen Dermatologen, 1993
  • Preis der Hanseschen Dermatologen, 1995
  • AESCA-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie, 2001
  • Aventis-Preis der Medizinischen Fakultät Graz, 2003
  • Posterpreis der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft, 2004
  • Sanofi-Aventis-Preis der Medizinischen Universität Graz, 2006
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2016

Weiterführendes#

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl