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Spalt, Johannes#

* 29. 9. 1920, Gmunden (Oberösterreich)

†2. 10. 2010, Wien


Architekt


Johannes Spalt. Foto, 1985, © Die Presse/Harald Hofmeister, für AEIOU
Johannes Spalt. Foto, 1985
© Die Presse/Harald Hofmeister, für AEIOU

Johannes Spalt wurde am 29. September 1920 im oberösterreichischen Gmunden geboren.

Nach einer Ausbildung als Maurer studierte er von 1937 bis 1941 an der Höheren Staatsbauschule in Salzburg und absolvierte von 1941 bis 1945 seinen Technischen Dienst bei der Luftwaffe.

Von 1945 bis 1949 arbeitete er als freischaffender Architekt in Gmunden und Wien. 1949 bis 1952 studierte er bei Altmeister Clemens Holzmeister an der Wiener Akademie der Bildenden Künste.

Gemeinsam mit Otto Leitner (bis 1953), Wilhelm Holzbauer und Friedrich Kurrent gründete Spalt die legendäre "Arbeitsgruppe 4", deren Mitglied er bis 1964 war.

Seit 1969 betrieb Johannes Spalt ein eigenes Atelier in Wien, wo er bis 1974 immer wieder mit F. Kurrent zusammenarbeitete.

Von 1973 bis 1987 war Spalt Professor und Leiter der Meisterklasse für Innenarchitektur und Industrieentwurf an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst, als deren Rektor er zwischen 1975 und 1979 fungierte. Von 1987 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1990 leitete er eine Architekturklasse mit Schwerpunkt Innenraumgestaltung.


Johannes Spalt gestaltete Bauten in einer charakteristischen Detailsprache, zahlreiche Ausstellungen und Möbelentwürfe (unter anderem für die Firma Wittmann) stammen von ihm.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Heinrich-Tessenow-Medaille, 1988
  • Architekturpreis der Stadt Wien, 1970
  • Mauriz-Balzarek-Preis, 1992
  • Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen Gesellschaft für Architektur, 1999
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, und 2007

Werke (Auswahl)#

  • Firma Wittmann, Etsdorf (Niederösterreich), 1964-66
  • Terra-Baumaschinen AG, Wien, 1964-67
  • Z-Filiale Wien-Floridsdorf, 1971-74 (alle mit F. Kurrent)
  • Wohnhaus F. Wittmann, Etsdorf, 1975
  • Salvatorkirche am Wienerfeld, Wien 10, 1976-79
  • Haus Draxler, Wien-Nußdorf, 1988

Literatur#

  • P. M. Bode und G. Peichl, Architektur aus Österreich seit 1960, 1980
  • F. Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, 1980ff.
  • Magistrat der Stadt Wien (Hg.), Architektur in Wien, 1984
  • J. Spalt, 1993
  • O. Kapfinger (Redaktion), J. Spalt, Festschrift, 1999

Weiterführendes#

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl