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Strahl, Erwin#

* 12. 2. 1929, Wien

† 20. 4. 2011, Wien


Erwin Strahl
© Erwin Strahl
Erwin Strahl wurde am 12. Februar 1929 in Wien geboren.

Nach dem Besuch von Volksschule, Hauptschule und der Handelsakademie in Wien machte er eine Schauspielausbildung am Max Reinhardt - Seminar. Nach der Prüfung, die er mit Auszeichnung für Schauspiel und Regie bestand, bekam er gleich Engagements an verschiedenen Theatern. 1948 startete er seine Bühnenlaufbahn in Klagenfurt, es folgten Stationen in Zürich, Basel, Luzern und Wien, wo er ab den 1950er Jahren im Theater in der Josefstadt auftrat. Dort war er unter anderem in Jean Anouilhs Komödien "Gänseblümchen" und "Wecken Sie Madame nicht auf" sowie in Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" zu sehen.


Er ging mit Stücken verschiedenster Art - vom Klassiker über Musical und Boulevard-Theater - auf Tournee durch ganz Deutschland, Österreich und Schweiz.


Ab 1952 arbeitete Erwin Strahl als Schauspieler und Regisseur nur noch mit Stückverträgen, so gastierte er u.a. an den Kammerspielen und der Kleinen Komödie in München, am Berliner Theater, am Theater am Kurfürstendamm in Berlin und am Landestheater in Salzburg. In Wien war er neben der Josefstadt auch im Raimundtheater und an der Kleinen Komödie (als George im "Käfig voller Narren") zu sehen.


Aber auch als "Ölprinz" bei den Karl May-Festspielen in Weitensfeld feierte er Erfolge. Daneben übersetzte er zahlreiche Bühnenstücke, führte häufig Regie und war auch gern gesehener Gast in deutschen und österreichischen Unterhaltungsshows.

Neben seiner Bühnenkarriere spielte Strahl in über 60 Filmen mit: von "Vom Mädchen zur Frau" (1949), über "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" (1954 mit Hans Albers und Heinz Rühmann), "Seelische Grausamkeit" (1961) bis zu "00Sex am Wolfgangsee" (1966).


Dem Fernsehpublikum war Erwin Strahl vor allem aus den TV-Serien "Hallo - Hotel Sacher...Portier" (mit Fritz Eckhardt) und "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" (mit Fritz Muliar) bekannt. Aber auch in "Radetzkymarsch" (1965) oder "Jetzt nicht, Liebling" (1972) war er zu sehen.


Erwin Strahl und die beliebte Schauspielerin Waltraut Haas heirateten 1966 im Rahmen der Dreharbeiten zu "Happy End am Wolfgangsee" - die Szenen der echten Hochzeit wurden in den Film eingebaut; das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, den Theaterregisseur Marcus Strahl, geboren 1968.


Auch nach 40 Jahren waren Waltraut und Erwin noch ein Herz und eine Seele und standen auch immer noch gemeinsam auf der Bühne.


Erwin Strahl starb am 21. April 2011 in Wien.

Werke (Auswahl)#

Film- und Fernseh-Rollen
  • Vom Mädchen zur Frau, 1949
  • Abenteuer im Schloss, 1952
  • Der Verschwender, 1953
  • Südliche Nächte, 1953
  • Dein Herz ist meine Heimat, 1953
  • Franz Schubert – Ein Leben in zwei Sätzen, 1953
  • Dein Mund verspricht mir Liebe, 1954
  • Hochzeitsglocken, 1953
  • Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, 1954
  • Begegnung in Rom, 1954
  • Die heilige Lüge, 1955
  • Drei Tage Mittelarrest, 1955
  • Der Jäger von Fall, 1956
  • In Hamburg sind die Nächte lang, 1956
  • Auf Wiedersehen am Bodensee, 1956
  • Wien, du Stadt meiner Träume, 1957
  • Für zwei Groschen Zärtlichkeit, 1957
  • Mikosch, der Stolz der Kompanie, 1959
  • Der Frosch mit der Maske, 1959
  • Flitterwochen in der Hölle, 1960
  • Die vor die Hunde gehen (Les honneurs de la guerre), 1960
  • 5 Branded Women, 1960
  • Robert und Bertram, 1961
  • Seelische Grausamkeit, 1961
  • Romanze in Venedig, 1962
  • Der Unsichtbare, 1963
  • Schwejks Flegeljahre, 1963
  • Freundschaftsspiel (Fernsehfilm) , 1963
  • Gesucht: Reisebegleiter (Fernsehserie Das Kriminalmuseum) , 1964
  • Treffpunkt Wien (Fernsehserie Die fünfte Kolonne) , 1964
  • Radetzkymarsch (Fernsehfilm) , 1965
  • Der Mörder mit dem Seidenschal, 1965
  • 00Sex am Wolfgangsee, 1966
  • Funkstreife XY – ich pfeif' auf mein Leben / Die Funkstreife Gottes, 1967
  • Kommissar X – Drei blaue Panther, 1967
  • Die Geschichte der 1002. Nacht (Fernsehfilm), 1969
  • Schwarzer Nerz auf zarter Haut1969
  • Gejodelt wird zu Hause / Keine Angst, Liebling, ich paß schon auf (auch Regie und Drehbuch), 1970
  • Duell zu dritt (Fernsehserie) , 1971
  • Die Zuckerbäckerin (Fernsehfilm) , 1971
  • Herr Pfeffermaus und seine Freunde (Fernsehfilm) , 1971
  • Das ehrliche Interview, 1971
  • Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Fernsehserie), 1972
  • Jetzt nicht, Liebling (Fernsehfilm), 1972
  • War and Remembrance (Fernsehserie), 1988
  • Malko – Eye of the Widow, 1989
  • "Kaisermühlen Blues" ...., 1999

Weiterführendes#

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl