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Wiesner, Julius Ritter von#

* 20. 1. 1838, Tschechen bei Wischau (Čechyň, Tschechische Republik)

† 9. 10. 1916, Wien


Botaniker, Pflanzenanatom und -physiologe


Wiesner Julius
Julius von Wiesner. Foto, 1898
© Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU
Er studierte in Brünn und Wien, widmete sich zunächst der technischen Mikroskopie und den pflanzlichen Rohstoffen und habilitierte sich für physiologische Botanik am Polytechnischen Institut in Wien.

Ab 1870 war er Professor an der Forstakademie Mariabrunn, 1873 wurde er Universitätsprofessor für Physiologie und Anatomie der Pflanzen und Direktor des neu gegründeten pflanzenphysiologischen Instituts (1898/99 Rektor).

Sein besonderes Interesse galt der technischen Rohstofflehre der Pflanzen. Wertvolle Erkenntnisse brachten ausgedehnte Studienreisen nach Ägypten, Java, Sumatra, in die Arktis und nach Nordamerika.

Wiesner Julius
Büste von Franz Seifert
Universität Wien, Arkadenhof
© Rainer Lenius
Er ist auf dem Grinzinger Friedhof bestattet.

Im 22. Wiener Bezirk ist eine Gasse nach ihm benannt und im Arkadenhof der Universität Wien ist sein Denkmal von Franz Seifert zu sehen.

Werke (Auswahl)#

  • Die Rohstoffe des Pflanzenreichs, 1873 (2 Bände, 1914/18)
  • Die Entstehung des Chlorophylls in der Pflanze, 1877
  • Die heliotropischen Erscheinungen im Pflanzenreiche, 2 Bände, 1878/80
  • Das Bewegungsvermögen der Pflanzen, 1881
  • Elemente der wissenschaftlichen Botanik, 3 Bände, 1881-89
  • Der Lichtgenuß der Pflanzen, 1907; Erschaffung, Entstehung, Entwicklung, 1916

Quellen#

  • AEIOU
  • F. Czeike: Histrorisches Lexikon Wien
  • 625 Jahre Universität Wien
  • W. Kleindel: Das Große Buch der Österreicher



Redaktion: R. Lenius