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Zich, Otto#

* 26. 12. 1942, Linz


Dipl. Ing. Otto Zich

Informatiker, Generaldirektor


Otto Zich
Otto Zich

Otto Zich wurde 1942 in Linz geboren.

Nach der Mittelschule in Linz begann er 1960 die Studien Bauwesen sowie Wirtchaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Graz, welche er 1965 bzw. 1966 erfolgreich abschloß.

Von 1967 bis 1985 war er in der VOEST-ALPINE (VA) beschäftigt, wo er 1982 als jüngstes Mitglied in den Vorstand einzog.

Der Einsatz von Computern stand damals in vielen Bereichen erst am Anfang, Zich leistete hier entscheidende Aufbauarbeit in der Informatik. Er half entscheidend mit bei der Umsetzung der Idee eines netzfähigen Microcomputers zu einem erfolgreichen Produkt MUPID. In der Steiermark gründete er unter anderem das Halbleiterwerk in Unterpremstätten bei Graz sowie das Leiterplattenwerk in Hinterberg bei Leoben.

1986 stieg er als Generaldirektor bei Sony DADC Austria ein, errichtete zwei Werke für optische Speichermedien in Salzburg und baute den Vertrieb für diese Produkte in Europa auf. Zusätzlich war er ab 1991 als Chairman der Sony Music Operations Group für die Produktion und Logistik von Sony Music in Europa verantwortlich, ab 1995 kamen die Märkte in Asien und Australien dazu. Schließlich wurde Zich enorm erfolgreicher Direktor von Sony Europe mit Sitz in Berlin. Von 1995 bis 1999 hatte er auch die Aufsichtsratsfunktion bei Sony Disk Technology Inc. in Japan inne. Zich war ferner Mitbegründer der die Österreichische Computer-Gesellschaft.

An der TU Graz war er maßgeblich am Aufbau des Telematik-Studiums beteiligt, das bis heute österreichweit einzigartig ist.

2003 verabschiedete er sich bei Sony in den Ruhestand, wurde aber in eine Reihe von wichtigen Funktionen in Universitäten und in der Forschung in Österreich berufen. Beispielsweise war er bis Feber 2013 zehn Jahre lang im Universitätsrat der Universität Salzburg. Die Universität Salzburg wurde in dieser Zeit einer der erfolgreichsren Österreichs, was EU Projekte anbelangt. Er ist verheiratet und hat 4 Kinder.

Auch nach seiner Pensionierung blieb er in zahlreichen Positionen weiter aktiv: Er sitzt im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Technologiepolitik, die er mitbegründete, wirkte bis 2006 im Aufsichtsrat der Telekom Austria und ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Sony DADC AG. Seit 2003 ist er Mitglied des Technologiebeirates des Landes Oberösterreich und seit 2003 Vorsitzender des Universitätsrates der Universität Salzburg.

In Würdigung seiner herausragenden Leistungen "zur Förderung der Forschung in der Informatik und der Elektronik in Österreich und insbesondere in der Steiermark" verlieh ihm die TU Graz am 19. Juni 2007 den akademischen Grad eines Ehrendoktors.

Hans Sünkel und Otto Zich
TU Rektor Hans Sünkel und der Geehrte Otto Zich: Verleihung des Ehrendorktorats der TU Graz am 19.6.2007
© TU Graz


Laut Satzung vergibt die TU Graz den "Dr.h.c." ausschließlich an Personen, die "aufgrund ihrer wissenschaftlichen, wissenschaftlich-technischen, technisch-ökonomischen oder technisch-künstlerischen Leistungen in Fachkreisen hohes Ansehen genießen und sich im Bereich der an der TU Graz vertretenen wissenschaftlichen Fächer hervorragende Verdienste erworben haben".

"Otto Zich hat in seinem Bereich Pionierarbeit geleistet und dabei den Zenit erreicht. Er wirkte als maßgeblicher ‚Motor‘ der Entwicklung der Informatik und Elektronik in der Steiermark und Österreich sowie weit über die Landesgrenzen hinaus", erklärte TU-Rektor Hans Sünkel. "Mit seinem Wissen und seiner Erfahrung führte Zich zudem junge Wissenschafter an die Weltspitze, wo sie heute in hohen Positionen als Manager, Forscher und Universitätsprofessoren tätig sind und wirkte so als Multiplikator seines eigenen Erfolgs", so Sünkel.

"Das Hauptinteresse Otto Zichs bestand stets darin, Neues hervorzubringen und umzusetzen", hob Laudator Hermann Maurer, Dekan der Fakultät für Informatik und Leiter des Instituts für Informationssysteme und Computer Medien der TU Graz, hervor. "Zichs besonderes Interesse galt immer auch den gesellschaftlichen Aspekten des Computereinsatzes sowie dem Aufbau einer zukunfts- und wissenschafts-orientierten Elektronikindustrie in Österreich", erklärte Maurer.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Goldenes Verdienstzeichen des Landes Salzburg, 1997
  • Goldenes Verdienstzeichen des Landes Steiermark, 2001
  • Ehrendoktorat der Technischen Universität Graz, 2007
  • Verleihung der Würde des Ehrensenators der Universität Salzburg, 2015. Dankesrede des Geehrten.

Quellen#

  • Universität Salzburg
  • TU Graz



Redaktion: K. Ziegler