Die Häferlsammlung von Bad Aussee#

Beitrag nach einer Recherche von

Kevin Recher (10. Oktober 2013)


Bei einem privaten Sammler in Bad Aussee sind die Wände Glasvitrinen. In ihnen schimmern die sogenannten Almhäferl, Schmuckhäferl, verziert mit Gold, Silber und viel Pomp. Jedes einzelne ein Unikat und Hunderte Jahre alt.

Die bäuerliche Sammlung#

Früher wurden diese Häferl von den Dienern, Knechten oder Angestellten bei den zahlreichen Kirchtagen oder anderen Festivitäten gekauft und ihrem Vorgesetzten - vor allem der Bäuerin - geschenkt. Diese wurden nicht benutzt, sondern auf Nägeln an der Wand aufgehängt. Hier befindet sich nur ein kleiner Teil der Sammlung sein, der Rest befindet sich derzeit im Kammerhofmuseum in Bad Aussee.

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Die bürgerliche Sammlung#

Während die eine Häferlsammlung aus dem bäuerlichen Milieu stammt, sind die Tassen, die sich in einem anderen Raum befinden, für die gute Bürgerlichkeit bestimmt. Hier finden wir Tassen und Häferl aus feinem Porzellan der Porzellanmanufakturen Meißner und Alt-Wien. Die Tassen sind zarter, aber ebenso pompös. Goldbemalte Tassen strahlen auch hier aus den Vitrinen. Neben Meißner und Alt-Wien besitzt der Sammler auch Tassen und Unterteller von Manufakturen aus Frankreich, Holland oder der Schweiz. Der Sammler selbst wird oft als Experte befragt. Er steigert auch gerne bei Auktionen im Dorotheum Graz mit und erkennt die Tassen meist beim Aussehen. Das älteste Häferl in der Sammlung ist ein Meißner-Stück, stammt aus dem Jahr 1730 und zeigt eine Bergszene.

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