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Eine Wissensreise#

Publiziert am 31. Oktober 2013 von sekretaer

Quelle: www.johannpuchmuseum.at


Ein 680er, mit gekürztem Chassis, zum Mobilkran umgekupfert
Anwendungsbeispiel: Ein 680er, mit gekürztem Chassis, zum Mobilkran umgekupfert
© sekretaer

Es steht außer Zweifel, daß die Fahrzeuge der Steyr-Daimler-Puch AG in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg allgegenwärtig waren; gleichermaßen auf zwei und auf vier Rädern. Inzwischen hat der Mischkonzern allerhand Wandlungen durchlaufen und diese umfassende Präsenz ist Geschichte.

Heute wird das Straßenbild bezüglich SDPAG von Nutzfahrzeuge dominiert. Selbst der Puch G, auch als ziviles Fahrzeug seit rund 30 Jahren erfolgreich auf dem Markt, wurde für das Militär entwickelt und ist von da her — genau genommen — eher ein Nutzfahrzeug als ein PKW.

Eine spezielle Rolle spielen heute im Straßenbild ausgemusterte 680er. Wo die Steyr LKW mit dem prägnanten Häusel bei Bundesheer oder Feuerwehr durch modernere Fahrzeugen ersetzt wurden, schlagen oft Liebhaber und Weltenbummler zu. Auch mancher Landwirt weiß etwa auf der Basis eines alten Allrad-680er noch eine preiswerte Maschine für den Eigenbedarf aufzubauen.

Das Blogmobil
Das Blogmobil

Oder es kommt ganz anders. Zum Beispiel: Mit dem Projekt blogmobil.at wird eine „Wissensreise durch die Steiermark“ realisiert. „Während einer vier Wochen dauernden Reise, wird ein junges Forscherteam – bestehend aus Studierenden der Grazer Karl-Franzens-Uni, der Technischen Universität und der Fachhochschule JOANNEUM – mit dem Blogmobil…“ auf Achse sein.

Dafür wurde ein Steyr 680 M (Baujahr 1969) umgerüstet. Sozusagen ein mobiles Basislager, um „kostbares ‚altes Wissen’ in Form digitalisierter, historischer Wissensobjekte, Schriften und Artefakte öffentlich präsentieren und exemplarisch um neue Wissensschichten, Geschichten und Erinnerungen erweitern“ zu können.

Das Blogmobil#

Wir unterschätzen leicht, wie rasend schnell uns Wissen und Kompetenzen verloren gehen, wenn manche Fach- und Themenbereiche nicht mehr in der Alltagsnotwendigkeit aufgehoben sind.

Dazu kommt, daß wir als Gesellschaft noch nicht einmal annähernd klare Vorstellungen entwickeln konnten, wie mit dem Tempo und der Informationsflut in den Umbrüchen von der Industrie- zur Wissensgesellschaft adäquat umzugehen ist. So ist dieses Projekt ein interessantes Experiment, das uns vielleicht ein paar bemerkenswerte Erkenntnisse liefern wird. Und es ist wohl auch auf romantische Art auch ein wenig wie eine „Quest“, eine Mission der Suche.

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