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Die "gute Fee" von Straden#

Von

Kevin Recher (10. September 2013)


Sie wird die gute Fee genannt – zu Recht. Denn Christa Schillinger, Historikerin und Ortschronistin ist nicht nur für den Ort Straden eine der wichtigsten Personen, sondern ist auch maßgeblich für den Erfolg des Blogmobils vor Ort verantwortlich. Ein Porträt.

Die Leidenschaft für Geschichte hatte sie bereits in ihrer Jugend, als sie noch zur Schule ging: „Geschichte war mein Lieblingsfach“, lächelt Christa Schillinger im Gespräch vor dem Blogmobil. Und als sie nach der Matura eigentlich nicht wusste, was sie machen sollte, versuchte sie sich probehalber im Fach Geschichte auf der Uni in Graz. „Nach einem Semester habe ich gewusst: Das mache ich fertig.“ In Mindeststudienzeit hat sie ihr Studium absolviert, arbeitete nebenbei in Archiven, wo sie ihren ersten Kontakt zur Regionalgeschichte hatte.

Christa Schillinger im Interview
Christa Schillinger
© Austria-Forum
Christa Schillinger im Interview
Christa Schillinger
© Austria-Forum
Christa Schillinger im Interview
Christa Schillinger
© Austria-Forum

Zurück in Straden, wo sie zurzeit im Gemeindedienst beschäftigt ist, hat sie 1999 die Ortschronik von Straden neu aufgelegt und erweitert, unter anderem durch eine Historie der Pfarrer des Ortes. Jedoch begann Christa Schillinger viele Jahre vorher bereits als Chronistin zu arbeiten. Mit Beginn ihres Studiums 1989 hatte sie das Gefühl, dass die Südoststeiermark auf der Universität und im Studium unterrepräsentiert war. Ein Grund, meint die 69-Geborene, sei die schlechte Aufarbeitung und Erforschung des Gebiets (im historischen Sinne). Ein Grund mehr für sie, sich als Hobby-Chronistin einzuklinken.

Obwohl Christa Schillinger, die als gute Fee von Straden gilt, sich sehr für ihre Region und besonders für Straden einsetzt (jedes Jahr veranstaltet sie zu den unterschiedlichsten Themen Ausstellungen, u.a. über die Post, Glocken oder – für 2014 geplant - Barock in Straden) und die Geschichte der Gegend leidenschaftlich bearbeitet, ihr Lieblingsthema ist und bleibt das Mittelalter. „Das ganz das Alte interessiert mich am meisten“, gibt die Historikerin strahlend zu. „Wenn irgendetwas Neues auftaucht, oder es neue Forschungsergebnisse gibt, das ist schon wie das Salz in der Suppe.“ Wie sie selbst sagt, sei sie im Mittelalter verhaftet geblieben.

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