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Wiederaufbau der Evangelischen Schule, Wien, Karlsplatz#

Sonderpostmarkenserie

Das Markenbild zeigt die mit dem Titelblatt aufgeschlagene Luther-Bibel. Als Vorlage für dieses Motiv diente dem akademischen Maler Alfred Chmielowski, dem Schöpfer des Entwurfes, ein in der Wiener Nationalbibliothek aufbewahrtes Exemplar der ersten Auflage aus dem Jahr 1534, das bei Hans Lufft in Wittenberg gedruckt wurde. Die Luther-Bibel bildet sozusagen den geistigen und geistlichen Mittelpunkt des evangelischen Schulwesens. In Wien gründeten die evangelischen Stände schon während der Regierungszeit Ferdinand I. eine adelige Landschaftsschule. Neben ihr erlangte die auf dem Grund des Freiherrn von Jörger begründete evangelische Schule zu Hernals einige Bedeutung. Der Sieg der Gegenreformation setzte dem evangelischen Schulwesen in Österreich überall ein Ende. Einen neuen Anfang gewährte erst wieder das Toleranzedikt Josef II. im Jahre 1781. In Wien ermöglichte es dem evangelischen Schulwesen eine neue Blütezeit. Nach dem vom Kaiser selbst bewilligten Ankauf der Kirche des ehemaligen Königinklosters in der Dorotheergasse, der heutigen lutherischen Stadtkirche, wurde in den engen Räumen des alten Klosters mit einer evangelischen Schule die alte Überlieferung wieder aufgenommen.