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150. Geburtstag von Moritz von Schwind#

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Am 21. Jänner 1954 jährt sich zum 150. Male der Geburtstag des Malers Moritz von Schwind, dem Wien die Ausmalung des Foyers und der Loggia der Staatsoper mit Opernszenen und den herrlichen Melusinen-Zyklus in der Galerie des 19. Jahrhunderts dankt. Sein zeichnerisches Talent, das sich schon früh bemerkbar machte, bewog ihn 1821 zum Besuch der Kunstakademie. Diese traditionelle Schulung konnte aber den lebhaften Geist des jungen Kunstadepten auf die Dauer nicht befriedigen und so bildete er sich auf eigene Faust weiter. Er war mit vielen jungen Künstlern, unter anderen mit den Dichtern Bauernfeld und Kenner, den Malern Binder, Schwemminger und Kupelwieser, dem Bildhauer Schaller, vor allem aber mit Franz Schubert befreundet. Er erfüllte viele Aufträge deutscher Adeliger, wie des Kronprinzen Max von Bayern und Großherzogs Friedrich von Baden. Karlsruhe wurde von Ende 1840 bis zum Frühjahr 1844 Domizil des jungen Meisters. Dort fand er in der Majorstochter Luise Sachs auch die Gattin, die ihn bis an sein Lebensende getreulich begleitete. Moritz von Schwind gehört zu jenen Künstlern des 19. Jahrhunderts, die als "Malerpoeten" in die Kunstgeschichte eingingen. Bei Schwind gesellte sich zur dichterischen Phantasie überdies eine außerordentliche Musikalität, die in seinem Wienertum und seiner Zugehörigkeit zum Freundeskreise Franz Schuberts wurzelte und wie ein wundersames Fluidum seinen Bildern entströmt.