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Tag der Briefmarke 1954 (Ulmer Ordinari)#

Sonderpostmarke

Gegenüber heute nahmen früher die Wasserwege für den Verkehr eine wesentlich bedeutsamere Stellung ein. Die Straßen waren schlecht, das Fahren auf dem Wasser relativ rasch, sicher und billig. Für den Fernverkehr aus dem westlichen Deutschland nach Wien spielte die Donau eine ungemein wichtige Rolle. Der 24. März 1696 gilt als der Tag, von dem an Regensburg ständig Schiffe nach Wien sandte, die, weil sie regelmäßig fuhren, Ordinari genannt wurden. 1712 folgte Ulm, 1750 Donauwörth, 1754 Linz. Das Markenmotiv zeigt eine "Ulmer Ordinari" und im Hintergrund das Stift Melk. Nach einer Zeichnung von Professor Schrom, die unter Benutzung zeitgenössischer Vorlagen entworfen wurde, entstand dieses Bild einer sogenannten Schwabenplätte. Die Ordinari beförderten nicht nur Reisende und Waren, sondern besorgten auch die Briefpost. Damit ist der Bezug des Markenmotivs zum "Tag der Briefmarke" vorgegeben. Denn die Postbeförderung stellte von jeher ein zentrales Aufgabengebiet der Postverwaltungen rund um den Erdball dar. Damit wurde ein wichtiger Aspekt des Postwesens aufgegriffen, der mit dieser Marke in künstlerischer Perfektion seinen Weg in die ganze Welt fand.