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Österreichische Baudenkmäler - "Das 'Steiner Tor' in Krems"#

Dauermarkenserie

Die alten Schwesternstädte Krems und Stein, an der Donau gelegen, sind seit jeher miteinander verbunden. Als Tor in die Wachau und in die Stadt Stein hat das um 1300 errichtete Steiner Tor, das auch auf dem Markenbild zu sehen ist, große Bedeutung. Es wurde früher auch Hülbentor genannt und vereinigt Gotik und Barock zu imposanter Gemeinsamkeit. Das Tor ist in seinem Unterbau und Mittelbau gotisch. In zwei Absätzen ist ein glockenförmiges barockes Dach dem Unterbau aufgesetzt. Der mächtige quadratische Unterbau mit seinem zweiten höheren, achteckigen Teil war bei den gotischen Bauten üblich. Den Torturm schmücken außen zwei Rundtürme mit schlanken Kegeldächern. Früher hatte das Steiner Tor auch eine Zugbrücke. Der Tordurchgang ist tonnenförmig gewölbt, während die äußere Öffnung durch einen Segmentbogen abgeschlossen ist. Krems und Stein profitierten seit jeher von ihrer geographischen Bedeutung als uralte Umschlagplätze vom Fluß- zum Landverkehr. Krems besaß seit den Anfängen des 11. Jahrhunderts die älteste Münzstätte im damaligen Österreich. Seit 1416 besaßen Krems und Stein das landesfürstliche Privileg, einen Bürgermeister zu wählen, der mit dem Richter und dem Stadtrat die Gemeindegeschäfte zu führen hatte. 1753 wurde Krems Kreisstadt und Behördensitz und entwickelte sich zur beliebten Schulstadt.