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600 Jahre Tirol bei Österreich#

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Um die Mitte des 14. Jahrhunderts umfaßte Tirol nur die Täler unmittelbar um den Brenner und Reschen. Die strategische Bedeutung Tirols war jedoch sehr bedeutend, denn durch diese zwei Alpenpässe beherrschte es den Weg über das Gebirge zwischen Deutschland und Italien. So erschien sein Besitz den Königsgeschlechtern der Luxemburger, Wittelsbacher und Habsburger, die um die deutsche Krone und um die Vermehrung ihrer Hausmacht rangen, begehrenswert. Das Aussterben des über Tirol herrschenden Geschlechts der Meinhardiner zu Beginn des 14. Jahrhunderts leitete einen jahrzenhntelang andauernden Machtkampf um dieses Gebiet ein. Erst als Herzog Rudolf von Österreich in den Konflikt eingriff, gelang es ihm 1363 durch seinen Einsatz, den Übergang Tirols an das Hause Österreich zu erreichen. Er schloss mit den Bischöfen von Brixen und Trient Verträge, durch die deren weltliche Herrschaftsgebiete dem bewaffneten Schutz des neuen Tiroler Landesherrn unterstellt und damit de facto der Grafschaft Tirol angegliedert wurden. Kaiser Karl IV. belehnte seinen Schwiegersohn Rudolf und dessen Brüder alsbald mit dem, was in Tirol Reichslehen war, und bestätigte damit den Übergang des Landes an die Herrschaft zu Österreich.