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10. Todestag von Architekt Josef Hoffmann#

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Als Professor Dr. h.c. Josef Hoffmann vor nunmehr zehn Jahren, am 7. Mai 1956, 86jährig starb, schien für viele ein sehr bedeutsames Kapitel der Kunst und Kulturgeschichte nicht nur Österreichs endgültig geschlossen zu sein. Der Name und das Werk des anerkannten und vielfach geehrten Architekten und Entwerfers hat schon früh seinen Platz erhalten: Initiator und Vollender des Jugendstils. Geprägt von seinem Lehrer Otto Wagner und einem einjährigen Italienaufenthalt findet er in der 1897 gegründeten Secession die Möglichkeit, seine Vorstellungen vom Zusammenwirken der Architektur und der anderen Künste zu einem Gesamtkunstwerk zu verwirklichen. Als Leiter der "Wiener Werkstätten" baute er ein Atelier für die komplette Einrichtung ganzer Häuser auf. Sie statteten auch sein bedeutendstes architektonisches Werk, das Palais Stoclet in Brüssel, aus. Auf dem Gebiet der Ausstellungsbauten ist sein österreichischer Pavillon, für die Biennale in Venedig 1934 errichtet, heute noch richtungsweisend. Hoffmann schuf mit seiner unbeirrbaren Formensprache, die er aus den einfachsten geometrischen Grundfiguren entwickelte, den "Wiener Stil". Er wurde Grundlage für die Entwickung der modernen Architektur und des modernen Kunsthandwerks nicht nur in Österreich. Das Markenbild zeigt ein Porträt des Architekten Josef Hoffmann auf dunklem Grund.