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Ausstellung "Angelica Kauffmann und ihre Zeitgenossen"#

Sonderpostmarke

Vor rund 200 Jahren eroberte sich die Malerin Angelica Kauffmann, aus Vorarlberg stammend, einen bedeutenden Platz im geistigen und künstlerischen Leben ihrer Zeit. In Bregenz und Wien findet im heurigen Sommer eine Ausstellung statt, die zum erstenmal die künstlerischen Beziehungen der Malerin zu ihren bedeutendsten europäischen Zeitgenossen darstellen soll. Angelica Kauffmann wurde 1741 in Chur geboren. Lange wußte sie nicht, ob sie, ihrem Vater folgend, Malerin oder Sängerin werden sollte. Als sie sich schließlich für die darstellende Kunst entschieden hatte, zog sie wieder nach Italien, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. In Rom begegnete sie Johann Joachim Winckelmann, der ihr weiteres Schaffen entscheidend beeinflußte. 1766 fuhr Kauffmann mit einer englischen Adeligen nach London, wo sie in den 15 Jahren ihres Aufenthaltes im Mittelpunkt des künstlerischen und gesellschaftlichen Lebens stand. Mit ihrem zweiten Mann zog es sie wieder nach Rom, wo sie bis an ihr Lebensende wohnte. Kauffmann steht mit ihrer Kunst an der Wende vom Rokoko zum Klassizismus. Ihre frühen römischen Bilder, etwa das Selbstporträt in Bregenzer-Wald-Tracht, das auf der Sonderpostmarke zu sehen ist, verraten spontanes künstlerisches Talent, das sie zur Künstlerin in die erste Reihe der damaligen Maler aufrücken ließ.