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20 Jahre Kinderdorfbewegung in Österreich#

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Die Idee und Gründung der SOS Kinderdörfer sind dem Österreicher Hermann Gmeiner zuzuschreiben. Selbst aus einer kinderreichen Familie stammend, die die Mutter früh verlor, beschloss Gmeiner nach dem Zweiten Weltkrieg, die Not der heimatlosen, verlassenen Kinder zu lindern. Er half ihnen, indem er ihnen ein Heim und eine Familie gab, damit sie körperlich, geistig und seelisch gestärkt heranwachsen konnten. Gmeiner suchte einfache, mütterliche Frauen, die eine Kinderdorffamilie mit neun Kindern übernehmen wollten. Sie sollten den Kindern die eigene Mutter ersetzen, ihre Schützlinge sollten die anderen Kinder als Geschwister betrachten und wie in einer geordneten Familie aufwachsen. Mit einem Anfangskapital von 600 Schilling gründete Gmeiner in Tirol das erste SOS Kinderdorf, in das 1950 Flüchtlingskinder einzogen. Gmeiners Idee der Nächstenliebe fand enormen Anklang. So gibt es heute 65 SOS Kinderdörfer in 26 Ländern der ganzen Welt, davon 36 in Europa. In Österreich selbst gibt in jedem Bundesland ein SOSKinderdorf. Als Zeichen der Verständigung und Versöhnung zwischen den Menschen ist es zu verstehen, daß in Gmeiners SOS Kinderdörfern Kinder verschiedenster Nationalität, Rasse und Religion leben. Hermann Gmeiner erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde von Albert Schweitzer für den Friedensnobelpreis nominiert. Das Markenbild zeigt ein lachendes Mädchen.