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50 Jahre Gewerkschaft der Post- und Telegraphenbediensteten#

Sonderpostmarke

Seit einem halben Jahrhundert besteht die Gewerkschaft der Post- und Telegraphenbediensteten. Wohl blickt sie auf eine viel längere Geschichte zurück, zur endgültigen Gründung kam es jedoch erst am 16. März 1919, mit einer der größten Versammlungen der Ersten Republik im Wiener Zirkus Busch. Laut Zeitungsberichten nahmen 10.000 Postbedienstete an dieser Großveranstaltung teil. Offiziell wurden zwei Gewerkschaften gegründet: die Postgewerkschaft für die Vertretung der Interessen aller Postbediensteten und die Technische Union als Interessenvertretung der Telegraphenbediensteten. In der Ersten Republik kämpfte man vor allem um die Verkürzung der Arbeitszeit, Verbesserung der Sozialgesetzgebung, Hebung des Lebensstandards sowie die Gleichberechtigung der weiblichen Bediensteten. Im Mai 1945 wurde der Zusammenschluß der in den Jahren 1934 bis 1938 zwangsweise aufgelösten Gewerkschaften zu einer einzigen Gewerkschaft Realität. Durch intensive Zusammenarbeit von Gewerkschaft und den leitenden Beamten konnte der Wiederaufbau erstaunlich rasch erfolgen. Die gewerkschaftliche Tätigkeit in der Zweiten Republik hatte sich grundsätzlich geändert. Selbst die schwierigsten Probleme konnten meist im Verhandlungsweg gelöst und die wirtschaftliche Existenz des Personals nicht nur gesichert, sondern ständig verbessert werden. Das Markenbild zeigt ein Posthorn.