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300 Jahre Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck#

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Jede Universität ist ein Kind des Ortes, an dem sie entstand, und ein Kind der Zeit, aus der sie entwuchs. Beide meinten es mit einer Universität in Innsbruck nicht sehr gut, und so ist Innsbruck die jüngste der alten Universitäten im heutigen Österreich. Kaiser Leopold I. hatte durch die Resolution vom 15. Oktober 1669 einen Aufschlag von 12 Kreuzern auf jedes aus der Saline Hall in Tirol verkaufte Salz verfügt, um mit der daraus zu erwartenden Einnahme die Kosten der Neugründung zu decken. Noch 1669 wurde die Philosophische Fakultät eröffnet, 1671 folgten die Theologische und Juridische, 1673 die Medizinische Fakultät und die Promotionserlaubnis für alle Fakultäten, sodaß in diesem Jahr, wie die Datierung des ältesten auf der Marke abgebildeten Universitätssiegels zeigt, die Gründung als vollzogen angesehen werden darf. Nach einem historisch bedingten Auf und Ab der Geschicke der Universität zeigte der Weg im Lauf der Jahrhunderte doch stetig nach oben. Den letzten bedeutenden Schritt machte die Innsbrucker Universität mit der Errichtung der Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur, die im Studienjahr 1969/70 ihren Betrieb aufnahm. Zum Abschluß noch eine Zahl, die vielleicht am besten das Wachstum charakterisiert: Studierten 1870/71 hier 571 Hörer, so waren es 1966/67 bereits 6173.