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100. Geburtstag Dr. Erich Tschermak-Seyseneggs#

Sonderpostmarke

Das Markenmotiv zeigt ein Porträt aus der Österreichischen Nationalbibliothek des Wissenschaftlers Dr. Erich Tschermak-Seysenegg . Tschermak erblickte am 15. November 1871 als Sohn eines Mineralogen in Wien das Licht der Welt. Der "geborene" Wissenschaftler konnte eine Bilderbuchlaufbahn vorweisen. Er studierte an der Hochschule für Bodenkultur und erhielt 1895 sein Doktordiplom. In der Folge beschäftigte sich Tschermak in erster Linie mit Feldgemüsebau, Pflanzenzüchtung und Vererbungslehre. 1902 erhielt er bei Professor Adolf Ritter von Liebenberg eine Assistentenstelle. Beim Literaturstudium zu seiner Habilitation stieß er zum erstenmal auf Gregor Mendels Vererbungslehre und ging sofort daran, sein Forschungsarbeiten darauf aufbauend durchzuführen. 1906 erhielt er dann die erste Lehrkanzel für Pflanzenzüchtung in ganz Europa, und 1909 erfolgte die Ernennung zum ordentlichen Professor. Tschermak gilt als einer der drei Wiederentdecker der Mendelschen Vererbungslehre. Sein Ruhm basiert darauf, daß er die gesamte problematische Materie der Vererbung zu einer exakten Wissenschaft erhoben hat. Am 11. Oktober 1962 starb Tschermak, der trotz Krankheit bis zu seinem Tod wissenschaftlich arbeitete, in Wien.