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200 Jahre Wiener Börse#

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In einem kaiserlichen Patent vom August 1771 wurde die Errichtung einer Wertpapierbörse mit 1. September 1771 angeordnet. In der Folge wurde die Wiener Börse mit ihrem Auf und Ab zu einem Spiegel der gesamten wirtschaftspolitischen Lage des Landes. Die Napoleonischen Kriege und das Revolutionsjahr 1848 bescherten der Börse ihre beiden ersten Krisen. Die beginnende Industriealisierungswelle veranlaßte Angehörige aller Bevölkerungsschichten, ihre Ersparnisse in Aktien anzulegen, wodurch die Spekulation ihren Höhepunkt erreichte. Abrupt beendet wurden diese Tätigkeiten 1873 zur Zeit der Weltausstellung in Wien, als die Kurse rasant ins Bodenlose stürzten und eine völlige Zerstörung des Wertpapiermarktes zur Folge hatten. Beide Weltkriege brachten zunächst die Schließung der Wiener Börse. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wiener Börse am 15. November 1948 feierlich eröffnet, seit damals ist sie zentrale Handelsstelle und einzige Wertpapierbörse Österreichs.