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50. Jahrestag der Verleihung des Nobelpreises für Chemie an Fritz Pregl#

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Fritz Pregl wurde am 3. September 1869 in Laibach geboren. Nach der Matura inskribierte er an der medizinischen Fakultät der Universität Graz. Nach der Promotion widmete sich Pregl ganz der Physiologie und habilitierte sich 1899. Er schloss ein Studium der Chemie an, da er erkannte, daß moderne physiologische Forschung ohne gründliche chemische Kenntnisse nicht möglich ist. Um diese noch zu vertiefen, studierte Pregl ein Jahr in Deutschland, bevor er 1905 nach Graz zurückkehrte. Er widmete sich der Ausarbeitung von quantitativen organischen Mikromethoden für die Elementaranalyse und erhielt 1923 für diese Arbeit den Nobelpreis zuerkannt. Ausgangspunkt war das Problem der geringen Substanzmengen tierischer oder pflanzlicher Stoffe, die zur Untersuchung zur Verfügung standen. In seinen jahrelangen Forschungen entwickelte er unter anderem einen zeitsparenden automatischen Verbrennungsofen für die Kohlenstoff- und Wasserstoffbestimmung. Seine Entwicklung der Mikoranalysemethode hat es ermöglicht, mit derselben Exaktheit, aber unter Einsparung von Zeit, Arbeit und Kosten, Analysen an unglaublich geringen Substanzmengen von 5 bis 3 Milligramm durchzuführen. Außerdem lassen sich mit dieser Methode bis zu 50 verschiedene Analysen durchführen. Trotz zahlreicher Berufungen blieb Pregl seiner Wirkungsstätte Graz treu, wo er am 13. Dezember starb. Das Markenbild zeigt ein Porträt des Nobelpreisträgers.