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100 Jahre 1. Wiener Hochquellenwasserleitung#

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Am 1. September 1873 lieferte die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung, deren Errichtung für die damalige Zeit in der ganzen zivilisierten Welt für großes Aufsehen gesorgt hatte, frisches Gebirgswasser nach Wien. Das Wasser entspringt in mehreren Quellen im Rax- und Schneeberggebiet, im nordöstlichen Teil der nördlichen Kalkalpen. Die zwei ersten und auch bekanntesten Quellen sind der Kaiserbrunnen und die Stixensteinerquelle. Der Kaiserbrunnen, benannt nach Kaiser Franz Joseph I., der die Quelle der Stadt Wien schenkte, ist mit 17.000 Kubikmetern Ergiebigkeit die bedeutendste Quelle. Die zweitwichtigste Quelle ist die Stixensteinerquelle, die im Osten des Schneebergmassivs entspringt. Die Länge der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung von den Bergen in die Bundeshauptstadt beträgt rund 118 Kilometer. Die Täler und Wasserläufe werden durch 22 Aquädukte und Kanalbrücken überwunden, 29 Stollenstrecken bahnen der Wasserleitung den Weg. Das Gesamtgefälle in der oberen Leitungsstrecke zwischen der Wasseralmquelle und dem Kaiserbrunnen beträgt rund 279 Meter, jenes der Wasserleitungstrasse zwischen dem Kaiserbrunnen und dem Wasserbehälter auf dem Wiener Rosenhügel rund 280 Meter. Um den in einem Jahrhundert stetig gestiegen Wasserbedarf von Wien zu decken, wurden die sieben Quellen von der steirischen Seite des Schneebergs in die Hochquellenwasserleitung eingespeist. Das Markenbild zeigt den Kaiserbrunnen im Höllental.