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Ausstellung: Die Bildhauerfamilie Schwanthaler 1633 bis 1848#

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Ein Vierteljahrtausend beeinflußte die Bildhauerfamilie Schwanthaler das oberösterreichische Innviertel. In nüchterner Genealogie und Statistik ist anzuführen, daß in sieben Generationen 21 Mitglieder dieser Familie als Bildhauer gewirkt haben. Die Namensreihe der Schwanthaler beginnt mit ihrer urkundlichen Erwähnung 1633 mit Hans Schwanthaler als Stammvater, und sie endet 1854 mit dem Tod von Franz Xaver. Hauptsitz der Familie war der damals bayrische Marktflecken Ried im Innkreis. Ausstrahlungen sind nach Krems, Wien und Passau festzustellen, bis die Familie nach München abwanderte und mit Ludwig Michael Schwanthaler einen Hauptvertreter der Münchner Romantik beziehungsweise des süddeutschen Klassizismus hervorbringen konnte. Die künstlerische Traditionder Schwanthaler reicht somit über das Barock hinaus. Eine Großausstellung, die vom 3. Mai bis 13. Oktober 1974 im Augustinerchorherrenstift Reichersberg am Inn gezeigt wurde, war dieser Künstlerfamilie gewidmet und trug den Untertitel "Vom Barock zum Klassizismus". Das Markenbild zeigt den Hl. Michael, ein Modell für die von Thomas Schwanthaler ausgeführte Aufsatzfigur des Brunnens im äußeren Stiftshof des Augustiner-Chorherrenstiftes Reichersberg am Inn.