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750 Jahre Stadt Judenburg#

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In einer weiten Beckenlandschaft des Ostalpenraumes liegt die Stadt Judenburg. Ihre Lage ist sowohl strategisch wie handelspolitisch ausgezeichnet: Sie beherrscht die östlich gelegene Ebene und faßt zugleich eine Reihe uralter wichtiger Fernverkehrswege zusammen. Bereits 2000 v.Chr. war die Gegend besiedelt. Italiker, Illyrer, Noriker und die Römer nützten die Schlüsselfunktion dieser Ostalpenlandschaft. Der Name Judenburg leitet sich aus einer Judensiedlung her und wurde 1074 erstmals verwendet. Aus derkleinen Ansiedlung entwickelte sich bald ein lebendiger Markt mit wachsendem Handelsverkehr. 150 Jahre später, vor genau 750 Jahren, wurde Judenburg zur Stadt erhoben. Mit der Stadterhebung kam es zu einem Ausbau, der im wesentlichen bis 1945 bestand. Ihre Hochblüte erlebte die Stadt im Mittelalter, beschützt und gefördert von Ulrich von Liechtenstein, dem mächtigen Grundherrn, einflußreichen Politiker und größten steirischen Dichter seiner Zeit. Als einflußreiche Handelsstadt erhielt Judenburg als erste deutsche Stadt überhaupt das Recht, Goldmünzen zu prägen. Im 16. Jahrhundert wurde aus der Fernhandelsmetropole eine steirische Landesstadt, die in der Folge von Pest, Feuerkatastrophen und der Türkengefahr schwer belastet wurde. Heute ist Judenburg einemoderne Stadt mit Stahlindustrie. Das Markenbild zeigt das Mittelstück eines alten Siegelabdruckes.