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Landschaften aus Österreich - Kahlenbergerdorf#

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Das Kahlenbergerdorf war eine jener Ortschaften, die durch das Gesetz vom 19. Dezember 1890 mit der Reichs- und Residenzstadt Wien zu einer einzigen Ortsgemeinde vereinigt wurde. Es wurde jedoch nur ein Teil der Katastralfläche des Kahlenbergerdorfes in das Stadtgebiet von Wien einbezogen, der Rest kam zu Klosterneuburg. Die Bergrücken, an denen das Kahlenbergerdorf liegt, sind jene Ausläufer des mächtigen Gebirgszuges der Alpen, die hier mit dem Leopoldsberg enden und steil gegen das Wiener Becken abfallen. Das Kahlenbergerdorf, das seit dem 11. Jahrhundert am Fuße des heutigen Leopoldsberges besteht, hieß ursprünglich "Kahlenberg". Auch der Leopoldsberg hieß damals Kahlenberg (der heutige Kahlenberg hieß früher Schweins- oder Sauberg oder auch Josephsberg). Daraus entwickelte sich erst viel später der Name Kahlenbergerdorf. Erstmals ist der Ort zirka 1135 als "Chalwenperge" urkundlich erwähnt. Für die Zeit von zirka 1170 bis 1180 wird bereits eine Kirche im Kahlenbergerdorf erwähnt. Seine einmalig schöne Lage verdankt das Kahlenbergerdorf den geographischen Gegebenheiten, auf drei Seiten von Bergen (Leopoldsberg, Kahlenberg, Burgstall) umrahmt, auf der vierten Seite von der Donau begrenzt. Dadurch konnte sich das Dorf kaum ausdehnen und nicht über den ursprünglichen Siedlungskern hinauswachsen.