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© Österreichische Post
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1000 Jahre Österreich 976-1976#

Marke aus Gedenkblock

Steiermark: Die illyrische Bevölkerung der heutigen Steiermark wurde um 300 v.Chr. von einer keltischen Besiedlung ergänzt. In der Römerzeit gehörte die Obersteiermark zu Noricum, der Rest des Landes zu Pannonien. Um 590 drangen von Awaren abhängige Slawen in das Land ein. Im Jahre 772 kam es unter die Oberhoheit der Bayern, dann der Karolinger. Seit dem 10. Jahrhundert sind mehrere Grafschaften nachweisbar, die sich im 11. und 12. Jahrhundert zur Markgrafschaft bzw. zum Herzogtum (1180) entwickelten. Herzog Ottokar IV. vererbte sein Land an die Babenberger. 1282 gelangte das Land an die Habsburger. Als Grenzland hatte die Steiermark unter Ungarn, Türken, Franzosen und auch im Zweiten Weltkrieg zu leiden. Im Jahre 1919 mußte der südliche Teil des Landes an Jugoslawien abgetreten werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte als wirtschaftliche Grundlage des Landes die Holz-, Eisen-, und Elektroindustrie. Das Landeswappen zeigt in einem grünen Schild einen silbernen, rotgehörnten und bewehrten Panther, der aus seinem Rachen Flammen hervorstößt. Auf dem Schild ruht der historische steirische Herzogshut. Der steirische Panther ist zuerst auf dem Herzogssiegel Herzog Ottokars III. aus den achtziger Jahren des 12. Jahrhunderts nachweisbar. Die Farben des Wappens sind seit 1246 überliefert, und der noch heute im Grazer Museum Joanneum aufbewahrte Herzogshut geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Das Wappen wurde im Jahr 1926 festgelegt, die Landesfarben sind Grün und Silber.