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Viktor Kaplan - 1976 - Briefmarken - Alltagskultur

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100. Geburtstag Viktor Kaplans#

Sonderpostmarke

Der Erfinder der Kaplan-Turbine wurde am 27. November 1876 in der steirischen Industriestadt Mürzzuschlag geboren. 1895 bestand Viktor Kaplan die Matura und absolvierte anschließend das Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule in Wien. Im Jahre 1903 übernahm er die Stelle eines Konstrukteurs an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn. Anfangs befaßte er sich dort mit Verbrennungsmotoren, ab 1905 wandte er sich der Verbesserung der "Francisturbine" zu. Diese Turbine war neben dem Peltonrad die am meisten verwendete Wasserturbine, mit der elektrische Generatoren direkt angetrieben werden konnten. In den nächsten Jahren galt sein Hauptinteresse der Turbinentechnik. Er entwickelte eine eigene Turbine, die er am 28. Dezember 1912 als "Kreiselmaschine I" mit radialem Leitrad und vorwiegend axial durchflossenem Laufrad zum Patent anmeldete. Am 7. August 1913 folgte die Anmeldung über die "Regulierung I Hauptpatent". Dieses Patent beinhaltet die für die Kaplanturbine typische Möglichkeit, die Laufradschaufeln zu verstellen. Im Mai 1918 wurde Viktor Kaplan zum ordentlichen Professor an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn ernannt. Die praktische Umsetzung seiner Erfindung verwirklichte er in der "Börtel und Strickwarenfabrik M.Hofbauers Witwe" in Velm, Niederösterreich. Diese Velmer Turbine kam später, nachdem sie 40 Jahre ihren Dienst versehen hatte, ins Technische Museum in Wien. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dr. h.c. Viktor Kaplan starb am 23. August 1934 an einem Schlaganfall.