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© Österreichische Post
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Weihnachten 1976#

Sonderpostmarke

Die Weihnachtsmarke des Jahres 1976 bringt die Krippendarstellung eines mittelalterlichen Altars, von dem nur zwei Flügel die Jahrhunderte überdauert haben. Der obere Teil eines der erhaltenen Flügel weist die als Markenbild verwendete Darstellung der "Geburt Christi" auf. Die um 1450 entstandene Malerei ist ein Werk Meister Konrads von Friesach, der seine Berühmtheit vor allem dem von ihm 1458 vollendeten Gurker Fastentuch verdankt. Die "Geburt Christi" weist charakteristische Merkmale der Malkunst dieses Kärntner Meisters auf. Bei der Darstellung des Geschehens ist besonders die naiv-entzückende Schilderung des hl. Josef als "sterzkochender Hausvater" Ausdruck der Volkstümlichkeit des Friesacher Malers. Vor dem detailreichen Hintergrund dominiert die edle, schlichte Gestalt Mariens die Darstellung. In kindlicher Lieblichkeit kreuzt das nackte Knäblein die Arme. Sein goldener Strahlenkranz und der Weihnachtsstern über ihm bringt den Glanz des Himmels in die Armut einer aus Weiden geflochtenen Krippe. Auftraggeber und Hüter dieses Kleinods volksnaher und zugleich hochstehender Kunst ist das Benediktinerstift St. Lambrecht.