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140 Jahre Österreichische Eisenbahnen - Schnellzugslokomotive#

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Die Reihe 214 wurde in drei Etappen ab 1928 gebaut, zuerst 214.01 als Prototyp, dem bald die Serie bis 214.07 folgte. Die Serie bis 214.13 wurde dann 1936 nachgeliefert. Gleichzeitig mit dem Zweizylindertyp wurde eine Drillingslokomotive von der Lokfabrik Sigl in Wiener Neustadt gebaut und 1929 geliefert. Sie blieb ein Einzelstück und trug die Bezeichnung 114.01. Die Reihe 214 kann als Hochblüte des österreichischen Dampflokbaues bezeichnet werden, sie übertraf hinsichtlich der Leistung alles bisherige und zeichnete sich überdies durch eine klassisch anmutende Eleganz aus. Die Lokomotive wurde konzipiert, um einen Zug von 550 Tonnen Gewicht auf einer Steigung von 10 Prozent mit 60 km/h befördern zu können und ihn in der Ebene in zwei Minuten von 60 auf 90km/h zu beschleunigen. Die Reihe 214 wurde auf der Westbahn für schwere Schnellzüge eingesetzt, bis die Elektrifizierung Passau erreichte, und kam anschließend auf der Südbahn zum Einsatz. Erstaunlicherweise überlebten alle Lokomotiven den Zweiten Weltkrieg. Fünf Lokomotiven wurden zwischen 1953 und 1955 ausgemustert, die restlichen um 1962. Die Lokomotive 214.10 kam ins Eisenbahnmuseum in Wien und ist dort auf dem Freigelände zu besichtigen. Sie entstammt der Serie 214.08 bis 214.13, was man an der durchgehenden Dampfdomverkleidung erkennen kann. Einer späteren Anpassung an die Serie 214.02 bis 214.07 folgend ist die Lokomotive auf dieser Marke mit Windleitblechen, die auf den Zylindern aufsitzen, dargestellt.