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Landschaften aus Österreich (Festung Hohensalzburg)#

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Die Festung Hohensalzburg zählt zu den größten Burgen Mitteleuropas und ist die besterhaltene Burg im süddeutschen Raum. Ihre Baugeschichte kann mit der Kriegsgeschichte des frühen Erzbistums Salzburg gleichgesetzt werden. Als Erbauer der Festung gilt Erzbischof Gebhard (1060-1088), der als überzeugter Anhänger des Papstes im Investiturstreit zur Sicherung seines Bistums drei Burgen zu bauen begann, Salzburg, Werfen und Friesach. Erst Erzbischof Konrad I. von Abensberg (1106-1147) konnte den Bau dieser drei Burgen vollenden. Der Höhepunkt der Bautätigkeit rund um die Festung Hohensalzburg wurde unter dem Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) erreicht. Er gab der Festung bis auf einige Zu- und Umbauten das heutige Erscheinungsbild. Aus Furcht vor Bauernaufständen verstärkte er die Burg wesentlich. Er schuf fürstliche Wohn- und Repräsentationsbauten und trieb den Ausbau der Wehranlagen voran. Die einzige wirkliche Bedrohung in ihrer Geschichte erlebte die Festung im Bauernkrieg des Jahres 1525, ansonsten wurde sie nie ernsthaft belagert oder gar eingenommen. Traurige Berühmtheit erlangte die Festung in den Jahren von 1612 bis 1617, als Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, seiner Würden beraubt, bis zu seinem Tod im Jahr 1617 auf der Festung gefangen gehalten wurde.