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© Österreichische Post
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Den Opfern für die Freiheit Österreichs#

Sonderpostmarke

Die rot-weiß-rote Fahne, die seit Bestehen der Republik Österreich das Symbol dieses unabhängigen Staates war, hat viele Opfer gefordert. Als zwischen April 1933 und Februar 1934 zuerst die Kommunistische, dann die Sozialdemokratische Partei verboten wurde, die Freien Gewerkschaften aufgelöst waren und die Erste Republik politisch zerrüttet war, fiel dies in eine Zeit, in der Europa von einer Flut faschistischer Bewegungen heimgesucht wurde. Im Vorfeld der Machtübernahme Hitlers in Österreich wurde der Widerstand gegen die Nationalsozialisten verstärkt. Unzählige Österreicher befanden sich beim Eintreffen Hitlers in Wien bereits in Gefängnissen in "Schutzhaft", weil sie gegen das Hitlerregime aktiv geworden waren. Nicht selten führte ihr nächster Weg in eines der Konzentrationslager des Dritten Reiches. Allen Opfern des Kampfes für Freiheit und Demokratie ist diese Sonderpostmarke gewidmet. 2700 Österreicher wurden als aktive Kämpfer gegen das nationalsozialistische Regime zum Tode verurteilt, 16.400 österreichische Widerstandskämpfer wurden in Konzentrationslagern ermordet, 16.100 Österreicher wurden in Gestapogefängnissen und Zuchthäusern in den besetzten Ländern Europas umgebracht. Im Jahre 1946 wurde erstmals seitens der österreichischen Bundesregierung eine Dokumentation "Das Rot-Weiß-Rot-Buch" über den Beitrag der Österreicher zur Befreiung ihrer Heimat herausgegeben. Durch die Ergänzungen unzähliger Dokumente wissen wir heute, daß es weitaus mehr Opfer des Widerstandes gab, als kurz nach dem Krieg angenommen worden war.