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25. Todestag Leopold Kunschaks#

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Leopold Kunschak wurde am 11. November 1871 in Wien geboren. Er erlernte das Sattlerhandwerk und verspürte das schwere soziale Los der Arbeiter am eigenen Leib. Seine ersten Verdienste errang er noch in der österreichisch-ungarischen Monarchie; er stand in vorderster Front im politischen Tageskampf in der Ersten Republik und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Symbol einer politischen Aussöhnung. Sein Wirken ist untrennbar verbunden mit dem Aufstieg der christlichen Arbeiterbewegung und der Christlichsozialen Partei. Im Dezember 1892 gründete er den Christlichsozialen Arbeiterverein in Wien. 1904 wurde er Wiener Gemeinderat, 1907 Reichsratsabgeordneter. Den Ersten Weltkrieg erlebte er als Journalist im Dienste der Christlichen Zeitung für Arbeiter, an deren Gründung im Jahre 1895 er maßgeblich mitgewirkt hatte. 1919 wurde er Mitglied des Koalitionsausschusses, 1920 und 1921 war er Obmann der Christlichsozialen Reichsparteileitung, danach Vorsitzender des christlichsozialen Abgeordnetenklubs und von 1918 bis 1934 Obmann der Wiener Christlichsozialen Partei. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde er 1938 inhaftiert und im folgenden von der Gestapo überwacht. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand er wieder in der ersten Reihe der politisch aktiven Persönlichkeiten jener Zeit. Die Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945 trug für die Volkspartei seine Unterschrift. Nach den Nationalratswahlen vom 25. November 1945 übernahm Kunschak das Amt eines Präsidenten des Nationalrates. Er starb am 13. März 1953.