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100. Geburtstag von Lise Meitner#

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Lise Meitner wurde in Wien am 7. November 1878 als Tochter eines Rechtsanwaltes geboren. Sie studierte an der Universität Wien Mathematik und Physik; ihre Lehrer waren Ludwig Bolzmann und Franz Exner. 1906 promovierte sie als zweite Frau mit dem Hauptfach Physik, anschließend legte sie die Lehramtsprüfung für Mittelschulen ab. Ende dieses Jahres ging sie nach Berlin, um beim Begründer der Quantentheorie, dem späteren Nobelpreisträger Max Planck, ihre Kenntnisse in theoretischer Physik weiter zu vertiefen. Dort widmete sie sich vor allem Problemen der Radioaktivität. Sie arbeitete eng mit Otto Hahn zusammen und entwickelte hervorragende Arbeiten zur Aufklärung des radioaktiven Zerfalls. 1919 gelang ihr zusammen mit Hahn die Entdeckung eines neuen Elementes, des Protactinium. Nach der Entdeckung der künstlichen Radioaktivität durch das Ehepaar Pierre Curie und Marie Sklodowska in Paris und den ersten Versuchen von Enrico Fermi zur Erzeugung radioaktiver Atomarten durch Neutronenbestrahlung wandten Lise Meitner und Otto Hahn ebenfalls ihr Interesse diesem neuen Gebiet zu. Im Jahre 1938, als sie Berlin wegen der Nationalsozialisten verlassen mußte, konnte sie auf eine äußerst erfolgreiche wissenschaftliche Tätigkeit zurückblicken. Sie lebte von nun an ständigin Stockholm und starb am 27. Oktober 1968.