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© Österreichische Post
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Jubiläumsausstellung für Völkerkunde in Wien#

Sonderpostmarke

Am 25. Mai 1928 wurde die bis dahin Ethnographische Abteilung des Naturhistorischen Museums als Museum für Völkerkunde in den Räumen des sogenannten "Corps de Logis" der Neuen Hofburg am Heldenplatz eröffnet. Im Jahre 1978 waren 50 Jahre seit dieser Eröffnung vergangen, und dieser Anlaß wurde mit einer repräsentativen Ausstellung und der Ausgabe dieser Sonderpostmarke würdig gefeiert. Die im Völkerkundemuseum in Wien aufbewahrten Sammlungen zählen zu den ältesten der Welt. Das Markenmotiv zeigt eine der prächtigsten Arbeiten, die aus dem alten Mexiko erhalten sind, einen aztekischen Federschild. Der runde Schild aus dünnem Rohrgeflecht ist an seiner Vorderseite zur Gänze mit Federnmosaik besetzt, dessen Konturen mit Goldblechstreifen nachgezogen sind. Die Darstellung zeigt einen singenden Kojoten, aus dessen Mund die Hieroglyphe "Wasser und verbrannte Felder", eine aztekische Metapher für den Krieg, kommt. Als Randstreifen der Marke findet ein Motiv Verwendung, das von einem rechteckigen Tonstempel aus den Sammlungen des Museums für Völkerkunde stammt. Derartige Stempel wurden in aztekischer Zeit von den vornehmen Mexikanerinnen zur Anbringung roter Muster auf den gelbbemalten Gesichtern verwendet.