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200 Jahre Innviertel#

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Das Kernstück des Innviertels bilden die Hochterrassen zwischen Obernberg und Schärding und die Niederterrassen beiderseits von Braunau in Oberösterreich. Der Bayrische Erbfolgekrieg war ein wesentliches historisches Ereignis in der Entwicklung des Innviertels. Dieser Feldzug, mit dem Friedrich von Preußen die Ansprüche Josephs II. auf Niederbayern verhindern wollte, spielte sich in Böhmen, Mähren und Schlesien ab. Der Friede von Teschen, der am 13. Mai 1779 geschlossen wurde, zwang Bayern, seine Gebiete ostwärts von Inn und Salzach dem Kaiser zu überlassen. Dieser benannte das Gebiet erstmals Innviertel. 1782 gelang es Josef II. die beiden Passauer Besitzungen Obernberg am Inn und Vichtenstein zu erwerben, womit das Innviertel zur Gänze habsburgisch wurde. Ab 1810 gehörte es wieder zu Bayern. Erst seit dem Vertrag von München, der am 14. April 1816 unterzeichnet wurde, verblieb das Gebiet endgültig bei Österreich. Von den drei Städten des Innviertels ist Braunau die älteste und erhielt ihre Privilegien 1260 durch Herzog Heinrich von Bayern. Schärding ist seit 1316 Stadt, Ried im Innkreis wurde 1857 von Kaiser Franz Joseph zur Stadt erhoben. Das Marktenbild zeigt die Stadtwappen dieser drei Innviertler Städte. Mit dem Wandel nach 1945 zog die Industrie im Innviertel ein und löste die vorwiegend agrarische Orientierung dieser Region ab.