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Internationales Institut für angewandte Systemanalyse#

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Das Internationale Institut für angewandte Systemanalyse, kurz IIASA, wurde am 4. Oktober 1972 mit der Unterzeichnung seiner Charta in London bei der britischen Royal Society gegründet. Durch diesen Gründungsakt am Höhepunkt der Entspannung zwischen Ost und West wurde die erste interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit einem festen Mitarbeiterstab auf breiter internationaler Basis errichtet. Die Einrichtung eines Institutes, in dem Wissenschafter aus der Sowjetunion und den USA gemeinsam Probleme untersuchen sollten, die sich aus dem technisch-wissenschaftlichen Fortschritt der Menschheit ergaben, wurde bereits 1966 durch den Präsidenten der USA, Lyndon B. Johnson angeregt. Als im Oktober 1972 die Vertreter der zwölf Gründungsmitglieder die IIASA Chartaunterzeichneten, konnte der Direktor des Institutes, Professor Howard Raiffa von der amerikanischen Harvard Universität, beginnen, einen Forschungsplan zu entwickeln und Wissenschafter zu rekrutieren. Das Angebot der österreichischen Bundesregierung, das Schloss Laxenburg bei Wien, das auch als Markenmotiv zu sehen ist, als Sitz des Institutes zu adaptieren, wurde von den Gründern angenommen. Im Jahr 1982 umfaßte das IIASA 17 Nationale Mitgliedsstaaten, Österreich war 1973 beigetreten.