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Europa-CEPT 1982 - Pferdeeisenbahn#

Sonderpostmarke

Am 1. August 1832 wurde die erste Überlandbahn des europäischen Kontinents, die Pferdeeisenbahn Linz-Freistadt-Budweis, in ihrer Gesamtheit eröffnet und erstmals die volle Strecke befahren. Kaiser Franz I. hatte bereits am 21. Juli 1832 eine Besichtigungsfahrt von Urfahr nach St. Magdalena absolviert. Diese erste und zugleich letzte große Überlandbahn mit Pferdebetrieb fand nach 40-jährigem Bestand ein ruhmloses Ende. Dafür war vor allem die technische Entwicklung, und hier vor allem die neuen Dampfbahnen verantwortlich. Das gewaltige Werk stellte aber zum Zeitpunkt seiner Erbauung mit einer Länge von fast 130 km alle damaligen Eisenbahnunternehmungen des europäischen Festlandes in den Schatten. Der Bahnbau fiel genau in jene Zeit, in der sich nach zahlreichen Versuchen der endgültige Durchbruch des Dampfbetriebes entschied. So mußte die Bahn schließlich dem technischen Fortschritt weichen und wurde durch den Bau der Dampfbahnlinie Mauthausen-Summerau-Budweis etappenweise verdrängt. Schließlich traf auf der letzten Teilstrecke Urfahr-Freistadt am 15. Dezember 1872 der letzte Zug in Freistadt ein. Das Markenbild zeigt einen Personenwagen der Pferdeeisenbahn Linz-Freistadt-Budweis.