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© Österreichische Post
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Naturschutz "Schützt gefährdete Tiere" (Auerhahn)#

Sonderpostmarkensatz

Das Verbreitungsgebiet des Auerhahnes erstreckte sich einst von Spanien über Europa nach Nordasien, vom Alpensüdrand bis Skandinavien und in die nordwestliche Mongolei. Es gibt insgesamt sieben Rassen. Die Bestände des Auerwildes sind in den letzten Jahrzehnten ständig zurückgegangen. Die Ursachen dafür sind unter anderem in Klimaänderungen, der Umwandlung von Mischwäldern in Monokulturen und im Rückgang der Insektennahrung für die Küken zu finden. Die Wiederbesiedlung von Gebieten ist schwierig. Als zweckmäßig hat sich erwiesen, schwache Populationen durch Tiere aus der Gefangenschaftszucht zu stützen. Die Forschungsgemeinschaft Wilhelminenberg unter ihrem Leiter Otto König erarbeitete in zwanzigjähriger Versuchsarbeit Methoden zur Zucht und Ansiedlung und hatte zum Zeitpunkt der Ausgabe der Sonderpostmarkenserie bereits mit gutem Erfolg Auerwild in die freie Wildbahn entlassen. Die Nahrung des erwachsenen Auerwildes besteht während des Winters vorwiegend aus Fichten- und Kiefernnadeln. Während des Sommers äst das Auerwild verschiedenste Knospen, Nadelholztriebe, allerlei Pflanzen, Beeren, aber auch Insekten und deren Larven. Vor allem Küken benötigen viel Insektennahrung.