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800 Jahre Weitra#

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Die Stadt Weitra feierte im Jahr 1983 ihr 800-jähriges Bestehen. Im 12. Jahrhundert begann das Ministerialgeschlecht der Kuenringer, das Grenzland rund um Weitra zwischen Böhmen und Österreich planmäßig zu erschließen und zu kolonisieren. Zwischen 1182 und1190 wird eine Zollstätte bei Weitra erwähnt, im Spätmittelalter war die Stadt oft Tauschobjekt im Rahmen der habsburgischen Finanzpolitik. 1323 bis 1332 war Weitra sogar an Böhmen verpfändet. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde Weitra durch die Hussittenkriege in Mitleidenschaft gezogen. Dies verschlechterte auch die finanzielle Situation der Stadt. 1645 war Weitra eine der wenigen Städte des Waldviertels, die von den Schweden vergeblich belagert wurden. Auch die nächsten Jahrhunderte ließen die Stadt nicht zur Ruhe kommen, während des österreichischen Erbfolgekrieges zogen Ende Oktober 1741 die feindlichen Bayern und Franzosen über Weitra nach Böhmen. 1809, während der Napoleonischen Kriege, wurde die Stadt schwer in Mitleidenschaft gezogen. Bis 1899 gehörte der Gerichtsbezirk Weitra zum politischen Bezirk Zwettl, seither zum neuerrichteten Bezirk Gmünd. Heute präsentiert sich Weitra mit seiner modernen Infrastruktur und einer neuen wirtschaftlichen Perspektive nach dem Verschwinden des Eisernen Vorhanges als eine zukunftsorientierte Stadt im Waldviertel.