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Stifte und Klöster in Österreich - Chorherrenstift Geras#

Dauermarkenserie

Stifte und Klöster sind jene Stätten und Orte, an denen noch heute meist großartige Kunstwerke, prächtige Gebäudekomplexe, wertvolle Sammlungen, aber auch weitverzweigte Anlagen an eine jahrhunderte alte Vergangenheit erinnern. Das gilt auch für diese Station auf unserem philatelistischen Streifzug. Geras, im Bezirk Horn, 60 km nördlich von Krems, knappe 100 km im Nordwesten von Wien, wurde als Kloster 1153 gestiftet. Es war von Anfang an Zentrum für viele Seelsorgestationen im Gebiet der Grafschaft Pernegg, die zur Diözese Passau gehörten und mit der Gründung des Klosters Geras in dessen Verwaltung übergingen und den Prämonstratensern übergeben wurde. Durch seine exponierte Grenzlage, und dies nicht nur in politischer, sondern auch in völkischer Hinsicht,unterlag es im Laufe der Jahrhunderte dem Wechselspiel der damit verbunden geschichtlichen Entwicklungen. Im Jahre 1620 zerstörten Mansfeldische Truppen das Kloster und seine Wirtschaftsgebäude, brandschatzten auch den Markt und hinterließen Geras als eine Stätte der Verwüstung. Zwar wurde 1627 mit dem Wiederaufbau begonnen, doch finanzielle Schwierigkeiten erschwerten ein schnelles Wiedererstarken des Prämonstratenserklosters. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden unter der umsichtigen Leitung des Abtes Johannes Westhaus (1650-1674) die wichtigsten Stiftsgebäude, die noch heute das Bild von Geras prägen.