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600. Geburtstag des Naturwissenschafters Johannes von Gmunden#

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Johannes (Krafft) von Gmunden, wurde zwischen 1380 und 1385 in Gmunden (Oberösterreich) geboren und starb am 23. Februar 1442 in Wien. Er gilt als einer der hervorragendsten deutschen Astronomen und Mathematiker der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Jahre 1400 kam Johannes von Gmunden vermutlich an die Universität. 1402 wurde er Baccalaureus, 1406 Magister artium. Nachdem er auch das Baccalaureat der Theologie erlangt und 1417 die Priesterweihe empfangen hatte, wurde er Mitglied des Collegium ducale, einer von Herzog Albrecht III. eingerichteten Stiftung für Theologen. 1425 schied er aus diesem Collegium aus, nachdem ihm eine Domherrenstelle bei St. Stephan in Wien zuerkannt worden war. Johannes von Gmunden war, wie alle Wissenschaftler seiner Zeit,von der absoluten Richtigkeit der aristotelischen Physik und des geozentrischen-geostatischen Weltsystems überzeugt. Er wird als Begründer der sogenannten ersten Wiener mathematischen Schule angesehen. Seine Leistungen als Mathematiker liegen in der Trigonometrie und in der Lehre des Rechnens mit Sexagesimalsbrüchen. Seine Werke waren im 15. Jahrhundert weit verbreitet, sein Name an Universitäten des Abendlandes geläufig. 286 teilweise autographe Handschriften des Johannes von Gmunden befinden sich heute in europäischen Bibliotheken. Das Markenmotiv zeigt eine Darstellung des Astrolabiums "Imsser Uhr" aus dem Jahr 1555.