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Diözesanausstellung Innsbruck 1985 - Die Baumeister Gumpp#

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Die 250 Jahr-Feier der Einweihung der Innsbrucker Johannes-von-Nepomuk-Kirche und der bevorstehende Abschluß ihrer Restaurierung wurden 1985 zum Anlaß genommen, eine Ausstellung über die Baumeisterfamilie Gumpp zu veranstalten. Innsbruck wurde im 17. Jahrhundert ein Zentrum der Gegenreformation, Universitätsstadt und war Residenz eines Habsburgischen Landesfürsten, der unter anderem das erste feste Theater auf deutschem Boden errichten ließ. Durch eine Vielzahl von Bauten änderte sich in dieser Zeit auch das bis dahin vorwiegend gotische Stadtbild Innsbrucks. Christoph Gumpp, der von 1600 bis 1672 lebte, stieg vom Hoftischler zum Hofbaumeister auf. Seit 1627 wirkte er an der Planung der Innsbrucker Jesuitenkirche mit und baute unter anderem die Wiltener Stiftskirche (seit 1649) sowie die Mariahilfkirche (1647-1649). Johann Martin Gumpp d.Ä. (1643-1729), ein Sohn von Christoph Gumpp, wurde als Nachfolger seines Vaters ebenfalls Hofbaumeister. Von ihm stammt eine ganze Reihe weltlicher Bauten in Innsbruck, wie z.B. die Palais Taxis, Ferrari, Trapp und Spaur, das Schloss Büchsenhausen und das alte Regierungsgebäude. Johann Babtist Gumpp (1651 - 1728) wirkte hauptsächlich als Festungsingenieur. Einer der Söhne von Johann Martin Gumpp d. Ä., nämlich Georg Anton Gumpp (1682-1754) gilt als bedeutendster Vertreter seiner Familie und als der Erbauer der Johannes-von Nepumuk-Kirche. Das Markenmotiv zeigt eine Ansicht dieses Bauwerkes.