Königstetten - Austria-Forum : Briefmarken : 1985

© Österreichische Post
© Österreichische Post

1000 Jahre Königstetten#

Sonderpostmarke

Der Name der Marktgemeinde Königstetten, im Tullnerfeld, wird von "Chunihohesstetin" hergeleitet. Chunihohe ist ein alter deutscher männlicher Rufname. Diese Schreibweise findet sich in einer Urkunde Pilgrims von Passau (971-991n.Chr.). Als Entstehungszeitraum der Urkunde wird 973-985 angenommen. Dieses Schriftstück gab also den Anlaß für das 1000-Jahre Jubiläum des Jahres 1985. Königstetten stand zur Zeit seiner ersten Nennung in enger Verbindung mit Bayern und der Kirche von Passau. Auch das Wappen des Ortes weist darauf hin. Es ist in einem Abdruck des Marktsiegels aus dem Jahre 1571 überliefert. Er zeigt den dreimal geteilten Schild und den aus der Schildesteilung wachsenden rechtsgewendeten Wolf, das Wappentier der Passauer Bischöfe. Im Jahre 1438 wurde Königstetten zum Markt erhoben. Im Jahr der Türkenbelagerung Wiens 1683 wurde Königstetten schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Regierungszeit von Joseph II. war das bedeutendste Ereignis des 18. Jahrhunderts für die wirtschaftliche und politische Zukunft des Ortes. Als altes Weinanbaugebiet, legten bereits sehr früh verschiedene Klöster Weingärten an. Viele Klöster verkauften nun, um einer möglichen "Verstaatlichung" zuvorzukommen, ihre Weingüter. Durch die Kirchenpolitik des Kaisers wurden die Hauer Eigentümer der Klosterweingärten. Das Markenmotiv zeigt die sagenhafte Gründung Königstettens nach einem Gemälde von August Stephan (um 1870).

« Diese Seite wurde am Mittwoch, 16. September 2009, 19:07 von Unbekannt erstellt, zuletzt geändert am Donnerstag, 24. Jänner 2013, 11:39 von Ziegler Katharina (Version 9).
Wissenssammlungen/Briefmarken/1985/Königstetten
operated by Logo TU Graz

Tagcloud #

Werbung
ScienceBlog.at
Naturwissenschaftliche und mathematische Informationen für Alle

content company:Styria
Großer österr. Medienkonzern

Technische Universität Graz
Eine führende Universität Europas

Andreas-Unterberger.at
Das nicht ganz unpolitische Tagebuch