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Stifte und Klöster in Österreich - Dominikanerkonvent - Wien#

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In mehreren spätmittelalterlichen Aufzeichnungen wird davon gesprochen, das Kloster sei ungefähr um das fünfte Todesjahr des hl. Dominikus gegründet worden. Dominikus starb am 6. August 1221. So kommt man auf das Jahr 1226 als Gründungsjahr des Dominikanerklosters in Wien. Der Landesfürst, Herzog Leopold VI. der Glorreiche (1198 - 1230), stellte den Baugrund zur Verfügung. 1237 erfolgte die Weihe des neuen Klosters. Diese erste Kirche wurde im Verlauf der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts umgebaut und erweitert. Im Jahre 1302 konnte der Dominikanerkardinal Nikolaus Boccasini, der spätere Papst Benedikt XI., den neu erbauten Chor einweihen. Als 1529 die Türken Wien belagerten, merkte man, daß es mit der Befestigung an der Nordwestecke der Stadt nicht zum besten stand. Die Kirche wurde als Steinbruch verwendet, um die Befestigungen zu verstärken. Lange Zeit führte das Benediktinerkloster ein Schattendasein. Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam ein neuer Aufschwung. Mit dem Wiedererstarken der Dominikaner wurde nun auch der Neubau des Kirchengebäudes begonnen. 1631 erfolgte die Grundsteinlegung zum Neubau der Kirche, 1634 war der Rohbau vollendet. Die Ausgestaltung im Inneren im Stil des Früh- und beginnenden Hochbarock zog sich freilich noch lange hin. Die Kirche wurde der Rosenkranzkönigin geweiht und 1927 von Papst Pius XI. zur Rosenkranzbasilika erhoben.