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100 Jahre Observatorium auf dem Sonnblick#

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Das Markenmotiv zeigt das Observatorium im Jahr 1886 nach einem Stich von A. Heilmann. Im September 1986 wurde in Rauris, in Kolm Saigurn und auf dem Sonnblick mit einer internationalen Tagung für alpine Metereologie und verschiedenen Festaktivitäten der 100-jährige Bestand des Sonnblickobservatoriums gefeiert. Diese weltbekannte österreichische Forschungsinstitution steht auf einem extrem exponierten, 3.100 m hohen Gipfel inmitten der Gletscherregion des Alpenhauptkammes. Von Beginn an wurden auf dem Sonnblick neben der metereologischen Routinearbeiten Forschungsprojekte aus Metereologie, Physik, Chemie und anderen naturwissenschaftlichen Teilgebieten durchgeführt. Die Gründerzeit des Observatoriums war gleichzeitig diejenige, in der die junge Wissenschaft vom Wetter ihre Entwicklung zu einer Naturwissenschaft im modernen Sinn durchmachte. Führend dabei war die damalige Wiener Schule unter der Leitfigur von Julius Hann. Er setzte auf der ersten Fachtagung seiner Disziplin, welche im Jahre 1879 in Rom stattfand, die Erforschung der höheren Luftschichten als Nahziel fest. Dazu sollten speziell die Alpenländer ständig betriebene Wetterbeobachtungsstationen auf möglichst hohen und exponierten Berggipfeln gründen. Dieser Idee verdankt auch das Observatorium auf dem Sonnblick seine Entstehung. Durch Ignaz Rojacher erbaut, konnte es am 2. September 1886 seinen Betrieb aufnehmen.