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Paul Hofhaymer - 1987 - Briefmarken - Alltagskultur

© Österreichische Post
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450. Todestag von Paul Hofhaymer#

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Der Musiker und Organist Paul Hofhaymer wurde am 25. Jänner 1459 als Sohn eines wohlhabenden Bürgers in Radstadt geboren. 1480 wurde er von Herzog Sigmund als Organist an den Hof nach Innsbruck geholt, wo er die Nachfolge von Niclas Krondorfer antrat. Nach einer kurzen Probezeit bekam er dort eine Anstellung auf Lebenszeit. Die Aufgaben eines Organisten waren damals andere als man sich heute vorstellt. Gefordert waren nicht nur das Spiel auf großen Kirchenorgeln und kleinen Positiven, sondern auch auf allen anderen damals gebräuchlichen Tasteninstrumenten, wie Clavichord oder Regal. Sogar das Spiel der Laute und der Harfe wurde verlangt. Als im Jahr 1490 Kaiser Maximilian die Regierung in Tirol übernahm, beließ er Hofhaymer in seiner Stellung. Die rege Reisetätigkeit Maximilians zwang auch den großen Organisten sehr oft, seinem Herrn nachzufolgen. In der Folge wurde er auch häufig für den Bau neuer Orgeln herangezogen, 1491 baute er beispielsweise die neue Orgel in Innsbruck. Der Tod Maximilians im Jahre 1519 bedeutete einen tiefen Einschnitt in Hofhaymers Leben, denn dadurch war seine bis dahin gesicherte Existenz gefährdet. Sicher ist, daß er sich ab 1524 in Salzburg aufhielt. Dort blieb er bis zu seinem Tod im Jahre 1537. Nur ein Bruchteil seiner Werke ist erhalten geblieben und so geriet der zu seiner Zeit so berühmte Musiker allmählich in Vergessenheit. Aus seinem umfangreichen liturgischen Orgelschaffen sind nur zwei Werke überliefert, ein "Recordare" und ein "Salve regina".