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Rad-WM 1987 - Wien-Villach#

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Die österreichische Tradition auf dem Radsportsektor reicht bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. 1881 wurde der "Wiener Bicycle Club" gegründet. Ein Jahr später entstand der "Grazer Bicycle Club". Bereits drei Rennbahnen gab es 1885 in Wien, Graz und Micheldorf. Ein großer Erfolg war der Sieg in allen drei olympischen Radbewerben bei den ersten Spielen 1896 in Athen auf Steyr- Waffenrädern. Bahnrennen, Straßen- und Bergbewerbe wurden immer beliebter. Viel beachtet wurden auch Distanzfahrten, wie Wien-Triest oder Wien-Berlin. 1898 gab es einen Höhepunkt, die Weltmeisterschaften auf der Praterbahn in Wien. Um die Jahrhundertwende gab es in Wien bereits 250 Radsportvereine. In der Zwischenkriegszeit bemühten sich nach der Trennung in einen bürgerlichen und einen Arbeiter-Sportverband zwei schlagkräftige Organisationen, interessante Radveranstaltungen zu organisieren. Auf der Bahn gab es zwei Ausnahmeerscheinungen, Ferry Dusika und August Schaffer (Dusika wurde 1932 WM-Dritter im Sprint auf der Bahn). Nach dem zweiten Weltkrieg wagte man sich bereits 1947 wieder an Großveranstaltungen. 1949 fand auf Initiative von Franz Hamedl die Premiere der "Österreich-Rundfahrt der Amateure" statt. Nach Jahrzehnten konnte Roland Königshofer wieder Weltmeisterschaftsmedaillen erkämpfen. 1985 errang er Silber und ein Jahr später Bronze im Steherbewerb. Ein weiterer Höhepunkt war die Rad-WM-1987 Villach-Wien.