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75 Jahre Burgenland#

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Das östlichste Bundesland feiert heuer seine 75 Jahre der Zugehörigkeit zu Österreich als selbständiges Bundesland. Doch dies ist nicht der einzige Superlativ in der Geschichte des Landes. Es ist damit auch das jüngste der neun österreichischen Bundesländer. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte das Gebiet des heutigen Burgenlandes zur ungarischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie und bildete die westlichen Teile der drei ungarischen Komitate Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg. Aus der Endung der Komitatsnamen entstand der Landesname Burgenland. Nach dem am 10. September 1919 in Saint- Germain-en-Laye unterzeichneten Friedensvertrag trat Ungarn das Burgenland an Österreich ab, jedoch erst, nachdem Österreich sich verpflichtet hatte, in dem als Landeshauptstadt geplanten Ödenburg eine Volksabstimmung abzuhalten. Die Ödenburger entschieden sich aber mit 65 % der Stimmen für den Verbleib bei Ungarn. Erst Mitte der 20-er Jahre wurde mit Eisenstadt die neue Landeshauptstadt endgültig festgelegt. In der Nachkriegszeit hatte das Burgenland vor allem mit seiner Lage am äußersten Rand der westeuropäischen Entwicklung zu kämpfen. Der politische Umbruch im Osten 1989 und vor allem der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union mit 1. Jänner 1995 bewirkten dann den wirtschaftlichen Umgestaltungsprozeß.